Wir stellen vor: Imkern in der Oberpfalz

Seit 14 Jahren wohnen wir nun auf dem Land, um genau zu sein: In der Oberpfalz, wo der Winter früh kommt und spät geht. Nicht gerade eine Gegend um viel Honig zu ernten. Dafür eine Gegend mit kleinen Flächen, Hecken, Brachen und so im Vergleich zu anderen Gegenden Deutschlands eine recht gute Artenvielfalt.

So stehen unsere Ableger, also die "Kleinen" für das nächste Jahr, schon im Mai auf unseren eigenen Bio-zertifizierten Wiesen.

Der zweite Ablegerstand ist bei einem Biobauern im nächsten Dorf. Die Wirtschaftsvölker stehen bevorzugt an Wiesen, die erst spät im Jahr gemäht werden. Es zeigt sich, dass viele Blumen aussamen können und so zum Landschaftsschutz und der Artenvielfalt beitragen.

Wie üblich, fing ich mit wenigen Völkern an zu imkern, mein Pate begleitete mich die ersten beiden Jahre und stand mir auch später hilfreich zur Seite.
Dann aber packte mich die Imker-Leidenschaft und es wurden Jahr für Jahr mehr Völker. So stehen auf unseren Ständen verteilt heute etwa 100 Völker. Die Imkerei ist längst aus den Kinderschuhen gewachsen und in eine Nebenerwerrbs-Landwirtschaft umgebaut worden. Das geht nicht mehr einfach so, wenn man einen Beruf hat und Imkern manchmal zur zeitlichen Herausforderung wird. Mein Mann hat daher alle "Innendienste" übernommen. Er ist zuständig für das Schreinern der Beuten, die Buchhaltung und alles rund ums Schleudern, ich für den Außendienst, das Instandhalten der Stände und Beuten, für Zucht und Vermehrung und natürlich für das Imkern rund ums Jahr.
Außerdem betreue ich mit zwei Kollegen die Probeimker und bin im Verein im Vorstand und in dieser Funktion auch verantwortlich für die Vorbereitung unseres Standes auf dem Illwschanger Weihnachtsmarkt. Langweilig wird mir nicht und besonders vor Weihnachten hält uns auch der Geschenkeversand auf Trab.

Unsere Bienen

Alles dreht sich um sie

Unsere Stars und die wichtigsten Teammitglieder sind natürlich unsere Bienen. Und wie das so ist: Auch Bienen wollen sich vermehren und bilden deshalb im Frühsommer gerne Schwärme, bei denen sich ein Teil des Volkes auf den Weg macht um eine neue Bleibe zu finden und einen weiteren Teil zurücklässt – mit einer jungen Königin, die nun die Aufgabe hat, Eier zu legen und den verlorenen Teil des Volkes bald zu ersetzen.

Da das Schwärmen aber immer ein Verlust ist und das schwärmende Volk selten eine sichere neue Heimat findet, versucht man den Schwarm einzufangen.Und genau das passiert auf dem Bild: Der Schwarm akzeptiert die angebotene Beute und zieht ein. Daher sehen alle Bienen in eine Richtung zur „Tür“ und „sterzeln“. Das heißt, sie fächeln aufgeregt und verteilen gleichzeitig den Volks-eigenen Duft untereinander, so dass ankommende Bienen wissen, dass sie dazugehören.

Dorothea Wankel

Imkerin aus Leidenschaft

Imkerin, Natur-Begeisterte und im Sommer immer draußen. Seit die Bienen da sind, leidet der Garten etwas, aber die Bienen freut’s. Dorothea mag es nicht, wenn es klebt, was beim Imkern manchmal ein Nachteil ist. Sie mag aber das Summen und die vielen anderen Geräusche, die Bienen machen und findet nichts entspannender als einfach zwischen den Bienenbeuten zu sitzen.

Sie imkert seit 2013, ist so ziemlich immun gegen Bienengift und weiß nie genug über ihre „Haustiere“, weshalb sie gerne alles liest, was sich mit der wissenscchaftlichen Seite der Bienen beschäftigt.

Matthias Wankel

Chef aller Bienen-fernen Arbeiten

Matthias Wankel: Chef für alle Innenarbeiten. Ob es um die Buchhaltung geht, das Schleudern oder den Beutenbau – er hat alles im Griff.

Die Schleudertage sind die Höhepunkte der Saison, die nicht nur dem Außenteam, sondern besonders dem Innendienst alles abverlangt. Im heißen Schleuderraum wird für mehrere Tage eine Wabe nach der anderen vorbereitet und der Honig abgeschleudert, umgefüllt, gesiebt, in Eimer grfüllt und gelagert.

Jahrelang hat Matthias Beuten gebaut, damit all die Völker Platz finden. Und seit wir alss landwirtschaftlicher Nebenerwerb gemeldet sind, führt er das Büro, damit alles seine Ordnung hat.

Wie Sie wahrscheinlich schon bemerkt haben: Matthias lässt sich nicht so gerne fotografieren. Daher haben wir ein schönes Bild vom Sieben des Honigs ausgesucht.

Dorothea Wankel
Neuöd 18
92278 Illschwang

E-Mail: info@jura-honig.de

 

 

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