Wir wollen mal die anderen Insekten zu Wort kommen lassen. Es ist uns wichtig, dass wir unseren Honigbienen einen guten Platz zum Leben bieten, aber eben nicht nur. Und so bieten der Garten und unsere Standplätze Raum für viele Insekten.

Viele Insekten sind Spezialisten und brauchen besondere Lebensräume. Da gibt es diejenigen, die sich auf eine Pflanze festgelegt haben und ohne deren ausreichende Vorkommen sie nicht mehr überleben können. Oder aber andere, denen es gelungen ist, sich an Nahrungsquellen anzupassen.

Holzbienen zum Beispiel benötigen trockene Überwinterungsquartiere im Totholz. Im Frühling, wenn sie Nektar benötigen um sich über den Sommer vermehren zu können, beißen sie gerne Blüten an deren Boden an, um schneller an den süßen Saft zu gelangen.

Andere haben einen besonders langen Rüssel entwickelt, wie zum Bespsiel Hummeln. Die kleine Wildbiene am Wiesensalbei hat einen speziellen Haltegriff entwickelt um den Klappmechanismus der Lippenblüte auszulösen.

Ein paar schnelle Tipps für unsere “wilden” Helfer

  • Blühpflanzen ausblühen lassen, damit sich heimische Arten vermehren können. Eine einzelne Pflanze genügt oft nicht.
  • Ein Totholzhaufen, ein sandig-steiniges Eck, Pflanzen mit hohlen Stängeln helfen oft mehr als Insektenhotels.
  • Ein Stück Rasen mal nur noch mit der (Hand!)-Sense mähen. Dafür gibt es sogar Kurse, es macht Spaß und ersetzt den Gang zum Fitnessstudio.
  • Kraut oder Unkraut: Löwenzahn, Schafgarbe, Huflattich, Spitzwegerich, Günsel? Alles Heilpflanzen und im Garten gut zu haben. Und viele sehen auch noch wunderschön aus.
  • Und noch etwas: Wer ein Insektenhotel bauen möchte, bohrt das Holz bitte NICHT an der Stirnseite an. Die aufsetehenden Holzsplitter zerreißen die dünnen Häute unserer Wildbienen. Besser ist es, Holz “quer”, also in die Längsseite zu bohren.