Alle, die auf den ein oder anderen Beitrag gewartet haben, musste ich in diesem Sommer enttäuschen. Ein um das andere Ereignis hat meine Zeit gefressen und so bleibt mir nur, mich zu entschuldigen und hoffen, dass alles im nächsten Jahr besser wird. Aber das hoffen ja alle Imker immer.

Aber der Reihe nach:

Viel zu viele Völker waren gesund aus dem Winter gekommen. Das ist schön, aber damit hatte ich nicht gerechnet. Ich war in der Schwarmzeit von Freitag früh bis Sonntag Nachmittag bei den Bienen. An Wochenende war nicht zu denken. Immerhin: Viele Völker = viel Honig? Naja …
Wegen der Kälte konnten die Bienen zuerst nicht ausfliegen und als es warm wurde, stand der Raps zu trocken. Raps braucht “nasse Füße und einen warmen Kopf”. Also gab es viel Flugverkehr, aber kein Lohn für die Mühe – nicht für die Bienen und nicht für uns. Immerhin wuchsen und gediehen die Völker – bis ihnen der Platz in den Beuten zu eng wurde, dann …
… schwärmten sie. Nicht nur bei mir. Wir Imker halfen uns an den ganz wilden Tagen gegenseitig, damit wir überhaupt nachkamen mit dem Schwarmfangen. Wie viele Schwärme dieses Jahr heimatlos wurden, weiß keiner so genau. Und dann kam der Sommer.
Innerhalb einer Woche nach der Ernte der Frühjahrstracht waren die Waben wieder voll. Aber diese Mal war es kein Blütenhonig. Der matte Glanz in den Waben verrät es: Dieser wunderbare Honig wird schon in den Waben fest. Es ist ein Waldhonig, die sogenannte Meliztose. Diesen Honig gibt es nur alle paar Jahre. Leider lässt sich fast nicht schleudern und die Waben bleiben voll. Mit viel Mühe bekamen wir dann doch noch volle Eimer. Diese Mühe hat sich gelohnt.

Hier noch ein paar Sommer-Impressionen

Wildrosen für alle Sinne

Die ersten Proben der Probeimker

Den Kopf tief im Natternkopf

Ist alles dabei für den Umzug? Bienen, Deckel, Balken, Steine zum Beschweren …

Am nächsten Morgen zeigt sich, ob die ersten Völker ordentlich am neuen Stand stehen. Die Aufbauarbeiten waren in der Nacht erfolgt.